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Meine Methode: Verhaltenstherapie

Meine Arbeit mit meinen Patientinnen und Patienten stützt sich auf ein solides Fundament: die in jahrzehntelanger Forschung entwickelten Methoden der Verhaltenstherapie.

 

 

 

 

 

 

Grundgedanke

Die verhaltenstherapeutische Vorgehensweise wird gelegentlich mit dem Satz zusammengefasst: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“ Der Behandlung aller psychischen Störungen ist in der Verhaltenstherapie gemeinsam, dass man aktiv versucht, etwas zu verändern. Patient und Therapeut erarbeiten sich gemeinsam ein grundlegendes Verständnis davon, wie es zu dem jeweiligen Problem gekommen ist. Dann versuchen sie, dieses Problem zu lösen.

Verhaltenstherapeutinnen und -therapeuten fragen somit: Welche neuen Fähigkeiten benötigt der Patient? Was müsste er tun, um seine Schwierigkeiten zu meistern? Und wie kann er die dafür erforderlichen Schritte erlernen?

Natürlich gibt es viele Stolpersteine auf dem Weg dorthin. Ängste, Mutlosigkeit oder eigene Verhaltensweisen, die wir einfach nicht in den Griff bekommen, machen es uns scheinbar unmöglich, etwas gegen unsere Probleme zu tun.

Deshalb steht der Patient in der Therapie seinen Schwierigkeiten nicht allein gegenüber. Er hat den Therapeuten als Verbündeten an seiner Seite, der ihn mit seinem Fachwissen unterstützt.

Manchmal sind viele Gespräche nötig, um aus der inneren Erstarrung herauszukommen. Dennoch liegen die Vorteile auf der Hand. Nur wenn wir die Dinge angehen, werden wir es schaffen, Ängste, Verzweiflung, quälende Gedanken oder andere psychische Erkrankungen hinter uns zu lassen.

Wissenschaftliche Fundierung

Verhaltenstherapie ist eines der anerkanntesten Psychotherapieverfahren in Deutschland. Die Methoden der Verhaltenstherapie wurden in einer langjährigen Forschungsgeschichte entwickelt. Es liegen zahlreiche wissenschaftliche Studien vor, die ihre Wirksamkeit belegen. Sie ist sogar das Psychotherapieverfahren, dessen Wirksamkeit am besten und häufigsten wissenschaftlich nachgewiesen wurde.

Neben einer Vielzahl reiner Forschungsarbeiten existieren auch viele andere Fachpublikationen zum Thema Verhaltenstherapie, z.B. so genannte Therapiemanuale, in denen die therapeutische Vorgehensweise für ein ausgewähltes Krankheitsbild näher beleuchtet wird.

Eine internationale Gemeinschaft von verhaltenstherapeutisch orientierten Forscher/innen und Praktiker/innen entwickelt die Methoden der Verhaltenstherapie ständig weiter. Mittlerweile spricht man von der „dritten Welle der Verhaltenstherapie“, da das Verfahren zum dritten Mal durch gravierende neue Impulse verfeinert worden ist.

Ein Beispiel für die wissenschaftliche Fundierung der Verhaltenstherapie ist eine bekannte Studie des Psychologieprofessors Klaus Grawe. Dieser untersuchte die Wirksamkeit unterschiedlicher Psychotherapieverfahren mit einer so genannten Metaanalyse – einer statistischen Methode, die die Ergebnisse möglichst aller bis dahin veröffentlichten Studien zu einer bestimmten Frage zusammenfasst. Grawe wertete hierbei 567 Studien über Verhaltenstherapie aus. Als Ergebnis schrieb er:

Verhaltenstherapie kann sich „auf ein breites Spektrum an Therapiemethoden mit nachgewiesener Wirksamkeit stützen. Mit deutlichem Abstand vor anderen Therapieformen kann daher die Verhaltenstherapie für sich in Anspruch nehmen, ihre Wirksamkeit ausreichend unter Beweis gestellt zu haben, um in der psychotherapeutischen Versorgung eine prominente Rolle zu spielen.“*

Offizielle Anerkennung

Aufgrund ihrer wissenschaftlichen Fundierung ist die Verhaltenstherapie sehr gut im deutschen Gesundheitswesen verankert. Als so genanntes Richtlinienverfahren ist sie offiziell anerkannt durch hochrangige Gremien wie den Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie (WBP) und den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA).

In der Ausbildung von Psychotherapeut/innen ist sie ebenfalls fest etabliert. Sie wird an der Mehrzahl der deutschen Universitäten im Studiengang Psychologie gelehrt. Auf der Grundlage des Psychotherapeutengesetzes können Psychologen mit Diplom- oder Masterabschluss nach dem Studium eine staatlich anerkannte Zusatzausbildung in Verhaltenstherapie durchlaufen. Diese ist die Grundlage zur Erlangung der Approbation – der Genehmigung zur eigenverantwortlichen Ausübung der Heilkunde.

 


* Quelle: Margraf, J.: Hintergründe und Entwicklung, S. 22f. In: Margraf, J. und Schneider, S. (Hrsg.): Lehrbuch der Verhaltenstherapie. Band 1: Grundlagen, Diagnostik, Verfahren, Rahmenbedingungen. Heidelberg: Springer Medizin Verlag.

 

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Dr. Marcus Khalil | Psychologe und Psychotherapeut in Bremen | Tel. 0421 6954672